Burnout - wenn plötzlich nichts mehr geht



Man muss es selber erlebt haben, um wirklich eine Vorstellung davon haben zu können, wie ein Burnout sich anfühlt.  Die Symptome reichen von Kopfschmerz und Nackenverspannung über Atembeklemmung, Herzrasen und Bauchschmerz bis zu Depression und starke psychische und körperliche Erschöpfung. Doch das grundlegendste Symptom ist :

 

Das Leben, so wie man es kannte, hört einfach auf. Alles vorüber man sich definiert hatte, fällt weg!

 

 

 

Denn wir leben von Kindheit an in einer Leistungsgesellschaft. Wenn wir Leistung erbrachten und die Erwartungen unserer Eltern, Schule.... erfüllten, dann wurden wir in den Arm genommen, gelobt und gewürdigt. Und so wurde es in den meisten Fällen unser stärkstes Bestreben in dieser Leistungsgesellschaft unser Soll zu erfüllen. Und das dann immer mehr, den Wachstum wurde in unserer Welt zum höchsten Credo erklärt. Und so wie unsere Welt hiermit an ihre Grenzen kommt, so tut es auch unser Körper. Immer besser, schneller und weiter muss bei begrenzten Ressourcen gegen die Wand fahren.

 

 

Einer der wichtigen Faktoren bei einem Burnout ist die tiefe Energieleere, in der sich das System befindet. Eine Leere an Qi, an Jing - der Essenz und natürlich Yin, der Körpersubstanz. Aber auch an Shen, der Herz- Energie. Hierzu später mehr. Ein erster, wichtiger  Schritt in der Behandlung ist somit das Restaurieren der grundlegenden Körper-Energien und diese wieder fließen zu lassen. Hier hat japanische Akupunktur eine ihrer großen Stärken. Denn sie kann prüfen, welche Energien begleitet und restauriert werden dürfen und hier gezielt die notwendigen Akupunkturpunkte andocken. (siehe auch Behandlungsmethoden).

 

 

Der zweite notwendige Schritt in der Behandlung ist dann jedoch auch eine gezielte Entstressung des Systems. Stress ist der Faktor, welcher in der japanischen Akupunktur zu Qi- Stagnation führt und damit den freien Fluss der Körperenergien blockiert. 

Und Stress ist in dieser „Immer besser, weiter, schneller“-Gesellschaft quasi vorprogrammiert. Er ist Volkskrankheit Nr.1. 

Schaut man sich Stress einmal genauer an, so öffnet sich ein weites Feld von vielen verschiedenen Arten von Stress. Da ist einerseits der zeitliche Stress. Und obwohl er belastend ist, so wiegt er jedoch nicht so schwer, wie der tiefer liegende emotionale Stress.  Denn auf dieser Ebene sind wir Teil eine überlebensnotwendigen Gruppe, Hier entscheidet sich, ob wir dazu gehören. Erfüllen wir Erwartungen, dann dürfen wir weiter mitspielen. Tun wir dies jedoch nicht, begehren  auf, wünschen uns ein anderes Leben, dann sind wir raus. Dieser emotionale Stress führt dazu, dass alternative Wege, andere Möglichkeiten auszuprobieren erstmal verschlossen bleiben. Denn unser Körper und Geist  versucht, wo es nur geht Energie zu sparen und unser Überleben zu sichern. Unser System wählt so immer erst einmal den einfacheren Weg, den vorprogrammierten, angepassten, schon von der Gesellschaft gebahnten Weg. So dürfen wir dazu gehören, jedoch zu einem Preis.

 

Hier kommt auch die Herzenergie, das SHEN ins Spiel. Denn deckeln wir verbunden mit emotionalen Stress immer wieder unser wahren Bedürfnisse, das, was wir eigentlich wollen, mal nicht 24/7 zu arbeiten und funktionieren, dann schwindet unsere Inspiration, unser Begeisterung und Liebe zum Leben. Shen ist der heilige Lebensfunken in uns, der Glanz in unseren Augen, die Kraft unseres Herzens ( siehe Shen..... ).

 

Hier hat Kinesiologie ihre große Stärke. Denn Shen wieder fließen zu lassen, kann zwar mit Akupunktur eingeleitet werden, doch es braucht zur Festigung von Shen die neuen Wege. Sich dem ein wenig mehr zuzuwenden, was man wirklich will, wo die Begeisterung zurückkommt, wo wieder Inspiration fließen kann. Und neue Wege zu gehen wird um einiges leichter, wenn der blockierende emotionale Stress mehr und mehr ausgeleitet wird. In der Regel merken wir ihn nicht direkt, wir sehen ihn jedoch an der Einspurigkeit unseres Handeln. Wir wollen zwar etwas anderes, träumen vielleicht auch davon, doch wir kommen nie ins Handeln, es zu tun. Leben läuft einfach einspurig weiter. Das Bewusstsein will, jedoch das Unterbewusstsein sagt „Nein, zu gefährlich“. Das Unterbewustsein ist der Platz des emotionalen Stress. Und Psychokinesiologie kann in diese Ebene herabsurfen und Stress gezielt aufdecken und ausleiten ( siehe auch Kinesiologie..... )

 

Eine dritte Ebene von Stress bei einem Burnout ist die ganz simple Tatsache, dass wenn bei mir nichts mehr geht, ich raus bin. Ich stehe dann am Rand der Gesellschaft bin nicht mehr Teil der Gruppe, gehöre nicht mehr dazu. Das ist auch der Grund, warum es so schwer fällt, sich in eine solchen Menschen hineinzuversetzen. Der Schock bei einem Burnout geht tiefer, als wir es uns ohne selbst diese Erfahrung gemacht zu haben, ausmalen können.

 

Und trotzdem liegt hierin auch eine große Chance. Denn es ist ein ganz eindeutiger Punkt des Stillstandes. Ein ganz deutliches Innehalten des Systems. Hier kann zum ersten Mal die unüberhörbare Frage aufkommen „Was will ich eigentlich wirklich?“ Niemand sagt etwas gegen funktionieren, doch wofür ? Weiterhin nach den Leitbildern anderer, oder ein wenig mehr endlich mal nach meinem? 

Burnout bedeutet zugleich ein Ende und ein möglicher Neuanfang. Nicht wenige haben es vorgemacht und die Chance genutzt, mehr und mehr sich selbst entdecken und zu leben.