Schmerz weg über Nadel und Co

 

Schmerz - wie schnell kannst du gehen?    Ursachen und Auflösung von Schmerzen in der japanischen Akupunktur und Kinesiologie

 

 

Wie funktioniert es, dass eine Nadel Schmerzen auflösen kann?

 

 

Tatsächlich über viele verschiedene Wege und auch verschiedene Akupunkturvarianten und Meridiantechniken. In meiner Praxis haben sich drei dieser verschiedenen Möglichkeiten eingefunden. Jede arbeitet über ein anderes Modell und über eine andere Art, den Meridian zu stimulieren. Von sanfter, kaum spürbarer Akupunktur, über schon etwas intensivere Nadelung durch das De Qi Gefühl bis zu einem sanften Ausstreichen von Meridianen und Schruppeln von Akupunkturpunkten ist alles möglich. Und jede dieser drei Techniken entwickeln ihre eigenen Möglichkeiten und Vorteile in der Schmerzauflösung.

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Eine gute Methode für das Muskel und Skelettsystem ist die Balance-Akupunktur nach Dr. Tan. Hier wird über die Meridiane gearbeitet. Schmerzen werden als Dysbalancen oder Blockaden im Meridianverlauf angesehen. Diese werden dann mit genau definierten Punkten aufgelöst, sodass der ganze Meridian frei wird und so auch Schmerzen an verschiedenen Körperstellen gleichzeitig verschwinden können. Diese Nadeln können sehr sanft gesetzt werden, brauchen jedoch, um gut zu wirken das De Qi Gefühl, ein ziehender, kurzer Schmerz, wenn die Nadel das Qi erreicht. Auch hier kann ein Schmerz in wenigen Minuten verschwinden und es wird, wenn er zu Beginn der Behandlung noch wieder kommt, erneut behandelt, bis er beginnt, sich mehr und mehr aufzulösen.

 

 

 

Die japanische Akupunktur als eine zweite Möglichkeit, ist dann eine  Methode, welche globaler arbeitet.

Sie befragt den Körper, welche generellen Dysbalancen ihn in seiner globalen und dann auch lokalen Fähigkeit behindern, sich selbst zu reorganisieren. Alle Dysbalancen, welche der Akupunkteur mit dieser Frage findet, werden aufgelöst, sodass der Körper wieder mehr und mehr seine eigene Kräfte mobilisieren und wirken lassen kann - und Symptome verschwinden. Der Vorteil hier ist, das der Körper generell gestärkt und ausgeglichen wird und sich somit nicht nur lokale Schmerzsymptome auflösen können, sondern auch andere  Dysbalancen harmonisieren. Die japanische Akupunktur kann insbesondere Schmerz im Skelettsystem von  Kopfschmerz über Rückenschmerz bis hin zu Fußschmerzen behandeln. Denn neben einer Gesamtbanlcierung des Körpers nutzt sie natürlich auch die Meridianverläufe und kann so global wie auch lokal sehr gut am Schmerzpunkt ansetzen.  Japanische Akupunktur kann daher auch tiefer in das System schauen als dies die .Balance Akupunktur kann. 

Und japanische Akupunktur ist eine der  sanfteren  Akupunkturvarianten zur Schmerzbehandlung. Die Nadel wird sanft und sehr schnell gesetzt (sie pickst gar nicht oder nur minimal) und arbeitet dann  auch ohne das De Qi finden zu müssen. Das Qi fließt beweist sich hier dadurch, dass sich an einer anderen Körperstelle,z.B. auch der symptomatischen Stelle,  ein Druckschmerz vermindert, sobald die Nadel gesetzt wurde.Siehe auch “Auf die Punkte -fertig - los”.

Begleitend zu den feinen Nadeln kommen in der japanischen Akupunktur zur Schmerzbehandlung auch zusätzlich Moxatherapie, Magnetbehandlung und Laserbehandlung an den Akupunkturpunkten zum Einsatz,  wie auch auch ab und zu zusätzlich ein Ohr- Akupunkturpunkt. Der Patient erreicht sehr oft während der Behandlung eine tiefe Entspannung, als Folge dessen, dass der Köper in seine ursprüngliche Kraft und Balance zurückfindet.

 

Ich gebe zu, dies ist tatsächlich meine Lieblings-Akupunktur. Sehr sanft und mit dem Pluspunkt, dass der gesamte Körper in seiner Selbstheilungsfähigkeit behandelt und begleitet wird. Also nicht nur Schmerzauflösung sondern auch eine globale Behandlung des 

gesamten Körpers und seiner Eigenregulationsfähigkeit.

 

 

Und geht das nun noch sanfter? 

 

Ja, tatsächlich geht das.

 

Ich selbst habe es als Therapeutin nie gemocht, einem Patienten, welcher schon Schmerzen hat, noch mehr Schmerzen zuzufügen. Ich kenne solche Techniken und habe sie auch angewandt, begonnen bei der z.B. Acunova- Akupunktur, wirkungsvoll aber sehr schmerzhaft, bis hin zur Ohr-Akupunktur oder dann der Triggerpunktbehandlung mittels Nadel oder Massage. Ich versuche hier, wenn doch z.B. ein Ohrpunkt für die Behandlung angezeigt ist, nur das nötigste und unbedingt notwendige zu tun, und ansonsten die Behandlung sanft zu halten. Denn der Körper heilt am besten in der Entspannung. Schmerzen während der Akupunktur jedoch putschen den Körper auf und verhindern die dringend notwendige Entspannung. 

 

Die sanfteste Methode zur Schmerzauflösung. findet sich nun in der Kinesiologie. Hier wird noch ein wenig tiefer ins System geschaut, bis hin zu geistig-psychischen Blockade Mustern, aber auch strukturellen und energetischen Dysbalancen, wie Dysbalancen der Schädelnähten, Impfstress, Stress an Wirbelkörpern, Toxinneutralisierung und auch dem gesamten Meridiansystem. Hauptaugenmerk in dieser Methode ist, Stress, der blockierend auf die körpereigenen Regulationskräfte wirkt, aufzulösen. Auch die TCM kennt diesen Zusammenhang, weswegen Le 3 einer der wichtigsten Akupunkturpunkte geworden ist, sehr effektiv zur Qi - Sta Bbehandlung,  welcher  durch Stress verursacht wird.

 

Besonders effektiv ist Kinesiologie nun in der Auflösung von Schmerzen, wenn an diesen spezifische Stressfaktoren beteiligt sind ( Leider leitet Le 3 nur global Stress aus, löst jedoch nicht spezifische Stressoren aus dem Leben dieses Menschen auf, welche immer wieder auftauchen). Viele Studenten und Schüler können hiervon ein Lied singen, wenn nach großen Klausuren und Prüfungen regelmäßig Kopfschmerz und Migräneattacken auftauchen. 

Wählt das System des Klienten eine  kinesiologische Balancierung im Meridiansystem, so findet die Arbeit hieran tatsächlich dann ganz ohne Nadel statt. Zugehörige Muskeln zu den Meridianen werden geprüft, Punkte massiert, Meridiane ausgestrichen und Akupunkturpunkte sanft gehalten. Nachdem ich lange so invasiv gearbeitet hatte, mit Nadeln, Moxa und Laser, war es für mich eine Offenbarung, dass auch mit diesen sehr sanften Techniken eine direkte Schmerzbehandlung auch im Akutfall möglich ist. Akupunkturpunkte sind erheblich sensible und reichen weiter in das Energiefeld eine Menschen, als wir bisher gedacht hatten. Mehr zu Kinesiologie siehe “Von Akupunktur zur Kinesiologie

 

 

 

Oft habe ich selbst mich gefragt, was bei all diesen erfolgreichen Methoden, die wir kennen, der gemeinsame Nenner ist. Wie macht die Nadel und Massage am Akupunkturpunkt das? In den drei Techniken, welche in meiner Praxis hierzu zum Einsatz kommen, konnte ich nur einen gemeinsamen Nenner finden - der Glaube an die natürlichen Selbstregulationsfähigkeiten des Körpers, seine Selbstheilungskräfte. Jede dieser drei Techniken arbeitet über die Selbstregulation des Körpers. Ob nun die Schädelnähte ausgeglichen werden, Toxine neutralisiert werden, Magen und Milz Qi begleitet werden oder direkt über einen Meridian gearbeitet wird. Sie setzen einen Stimulus, welcher den Körper in den Selbstausgleich bringt. Wie genau der Körper dann die betreffende Stelle entspannt und repariert, bleibt hierbei sein Geheimnis. Ich stelle für mich fest, dass es inzwischen einfach  nur noch Spaß macht, dieses Geheimnis zu beobachten, auch ohne es vollständig verstehen zu müssen :-).

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Abgesehen von dem allgemein notwendigen begleitenden Stimulus, weisen die drei Methoden jedoch keine weiteren Gemeinsamkeiten auf. Im Gegenteil, jede benutzt ihren eigenen Stimulus. Es scheint fast so zu sein, als ob unserer Körper uns eine unendliche Anzahl von den verschiedensten Knöpfen zu Verfügung gestellt hat. Ob nun ein Ohr-Akupunkturpunkt, ein Meridian-Punkt, eine Toxinneutralisierung oder die Auflösung eines psychischen Blockademusters, die Knöpfe, mit welchen seine Selbstorganisation voranschreitet, sind da und mit dem Verständnis, wie und wann sie aktiviert werden, kann der Körper wieder besser vorangehen.

 

 

 

Die Möglichkeiten und Wirkung von Akupunktur und Kinesiologie sind bisher nicht schulmedizinisch und wissenschaftlich erklärbar. Jedoch sind sie sichtbar und beginnen daher auch mehr und mehr von der Schulmedizin beachtet und auch eingestzt zu werden.