Von Akupunktur zu Kinesiologie


Vor noch 5-6 Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich mal in der kinesiologischen Behandlung heimisch werden würde. Ich war lange Zeit zu verliebt in sanfte Nadeln, Magnete, Moxa, halt die japanische Akupunktur nach den alten Klassikern /Büchern der TCM. 

Doch ich merkte in manchen Behandlungen an meine Patienten auch, dass japanische Akupunktur irgendwie nicht reichte. Manche Behandlungen brauchten einfach zu viele Sitzungen ohne zu wirklich stabilen Verbesserungen zu führen. Ich rätselte hier lange rum, probierte alles aus, was ich hatte und musste schlussendlich über meinen Tellerrand hinaussehen. Und wurde fündig.

In der japanischen Akupunktur weiß man zum Beispiel, wie essentiell sich Stress auf die Gesundheit eines Menschen auswirken kann. Daher zielt die ganze Behandlung auf Entspannung ab und es gibt hier extra Punkte, welche Stress global  aus dem System entspannen können. Ich beobachtet jedoch bei diesen Behandlungen, dass ich dies immer wieder initiieren musste, der Körper aber keine Stabilität hier drin fand. Es gab also Stressfaktoren im Leben dieses Menschen, welche immer wieder wirkten und das System aus der Balance brachten. 

Leider ist es mit japanischer Akupunktur nicht möglich, Stressfaktoren zu spezifizieren. Stress ist ein riesiges Feld, es gibt Stress mit Projekten, mit Kollegen, mit sich selbst, mit der Familie, auf den eigenen Körper, zeitlichen Stress, Stress mit Essen, mit dem Wetter, Stress auf vergangenene Unfälle und Traumata.........die Liste scheint endlos. Es wurde notwendig, um diese wiederkehrenden Stressfaktor zu befrieden, diese dazu spezifisch aufzudecken.

Also begann ich wieder einmal, zu suchen. Und als ich meinen Lehrer Klaus Wienert, im LGEZ in München das erste Mal an einem Klienten arbeiten sah, wusste ich, dass sich ein Weg anbot. Meinen Patienten einen Plan B anbieten zu können, wenn dieser notwendig wurde.

Ich entdeckte im LGEZ ( Licht-Gesundheit-Energie Zentrum) dass sich Meridiane auch ohne Nadeln, Magnete und Moxa effektiv ausgleichen ließen. Dass es eine zweite Möglichkeit gibt, den Körper eines Patienten zu befragen, und so Stück für Stück den Weg zurück zum Wohlbefinden herauszukristallisieren. 
Das Qi sowie Yin und Yang auch auf kinesiologische Behandlungstechniken gut ansprechen. Dass ich nun die Möglichkeit hatte, auch die emotionelle Ebene der 5 Elemente in Behandlungen spezifisch anzusprechen. Dass ich auch hier dem Klienten Aufgaben mit nach Hause geben konnte, mit welchen er das Vorangehen selbst zu Hause unterstützen kann. Und ich entdeckte, wie wundervoll und vielschichtig ein menschliches System ist, und welch großes Potential der Neuorganisation und Regelung in seinen Tiefen verborgen liegt, wenn man die eigene, innere Weisheit des Patienten zu Wort und Gehör kommen lässt.

Ich bin heute unendlich glücklich, mit so wundervollen Behandlungssystemen arbeiten zu dürfen, meinen Patienten somit nicht nur einen Plan A im Sinne von Akupunktur,  sondern auch einen Plan B in der Kinesiologie , nah am Meridiansystem aber auch mit soviel nochmal mehr Möglichkeiten zur Behandlung anbieten zu können. 
Wir Therapeuten stehen vor immer wieder der gleichen Herausforderung - dass jeder Klient da draußen, unsere vielen studierten Modelle der Behandlung einfach immer wieder sprengt. Denn er ist und bleibt einzigartig, in seiner inneren Organisation und ganzen Geschichte und damit unmöglich, in Modelle zu pressen. Und wir sind immer nie bei dieser Geschichte dabei gewesen. Daher ist es unendlich wertvoll, funktionierende Therapiesysteme zu haben, welche sich ganz flexibel an diese Einzigartigkeit anpassen können und den Weg zurück zum Wohlbefinden, vom besten Experten - dem Klienten selbst, heraus kristalisieren können. 


Mit ganz lieben Grüßen 

Carina Böhm