Bolivien von seiner bunten Seite



Reisepause. Noch sind wir nicht durch durch dieses Land, doch inzwischen seit fünf Wochen hier. Einer von uns hat Flitzekacke.  Also lassen wir einem Körper die Zeit, die er braucht, um wieder gefestigt weiterziehen zu können😉


Das Gute an Pausen ist, dass wieder andere Dinge mehr Raum bekommen, statt immer nur Busfahren,  Sightseeing, recherchieren und sich in einer neuen Stadt orientieren.  Hier und jetzt ist nun mal Zeit - für „Osho“ lesen, die inneren Räume erkunden, wieder mehr dem Jetzt  statt dem Morgen Platz geben und experimentieren, wo das Innere Labyrinth einen hinführen möchte. Ich möchte unserer äußeren Reise nicht mehr  ohne diese innere folgen . Und Bolivien macht es uns leicht;-)


Wir sind auf 3000 Metern Höhe, mit warmen Tagen und mäßig kühlen Nächten in Tupiza. Einer kleinen, verschlafenen Stadt vor der Salar de Uyuni.


Bolivien ist auf Höhe 2000 - 3000 Metern herrlich gemäßigt. Wir genossen es schon in Sucre, der Hauptstadt von Bolivien auf 2500 Metern und hier in Tupiza, wo es  gerade fünf Tourismusbüros gibt und die Uhren ein Stündchen langsamer ticken.




 Und trotzdem möchte ich sie nicht missen,.....



...... die knallige Gebirgssonne und frierigen Nächte am bolivianischen Tititaca See, wo Bolivien uns in Copacabana das erste Mal willkommen heißt. Wir konnten einfach nicht dran vorbei, am einzigen Strand von Bolivien, auch wenn er auf 3800 Metern liegt und sich im Spätwinter nicht zum Baden eignet😂



......die umtriebige und sogar ein wenig gestresste ( das Civilisationskind in mir fühlte sich fast zu Hause 😅 ) Supermetropole La Paz. Umgeben von weiß schimmernden 6000ndern schmiegt sie sich mit  ihrer Schwester El Alto in 4000 Metern Höhe  auf eine weitläufige Hochebene ( El Alto ) und in die direkt darunter liegende Schlucht (La Paz ). Allein in diese Stadt von der Hochebene aus einzufahren und mit dem Bus die Schlucht runterzuschaukeln, umgeben von Millionen rot geziegelten, an den Hängen klebenden Häusern, war pures Staunen. 

 In dieses Gewusel durften wir dann eintauchen, um Arbeitshandschuhe und Gummistiefel zu finden ( hier gibt es keine Baumärkte sondern nur lange Straßenzüge, in welchen sich kleine Tante-Emma-Läden auf die verschiedenen Kleinteile spezialisiert haben und man sich dann von der Straße Lampen in die Straße Schrauben....bis zu den Gummistiefeln vorfragt ), mal wieder in einem der seltenen westlichen Cafés Salat zu essen und dann mit der Seilbahn ( das vernetzte Personentransportsystem dieser zwei Städte💚 ) über das Häusermeer zu gondeln.



......die arbeitsreiche und intensive Zeit in Senda Verde. 

Endlich Dschungel und begeistertes Aufwärmen. Von den kalten Hochebenen saußen wir auf Mountainbikes über die  „Death Road“  ins schwül-warme Tiefland. (Wer die Straßen in Südamerika kennengelernt hat, weiß die kreative Umgehung einer Busfahrt sehr zu schätzen😂.)  Hier werden wir in der Tierauffangstation bei Coroico schon erwartet. Für die nächsten 2 Wochen sind wir hier Volunteers. Wir reinigen von 8:00 bis 17:30 Käfige, verteilen Futter, schruppen unzählige Swimmingpols ...... und bekommen auf Augenhöhe Kontakt nicht nur mit den Angestellten des Camps und Volunteers aus aller Welt, sondern auch mit einem Tapier, drei Rehen, 2 Gürteltieren, einem Capivara  unzähligen  Spidermonkeys und  Papageien, drei Anden-Bären, einem Leoparden und Puma, zwei Ozelots,  vier Kinkajus, um die 150 Schildkröten und den 90 süßen aber viel zu intelligenten Capuzinermonkeys😜. Senda Verde kümmert sich um all die Tiere, die aus dem regen Wildtierhandel gerettet werden können, wie auch die, welche durch ein neues bolivianisches Gesetz nicht mehr bei Privatpersonen oder als Touristenattaktionen in Restaurants gehalten werden dürfen. Leider gibt es noch kein Gesetz, welche die Unterbringung dieser Tiere dann irgendwie staatlich fördern würde. Sodass Senda Verde die Mittel für die Versorgung der Tiere über Tourismus, Spenden und das Volunteerprogramm selbst erwirtschaften muss. Das macht es wiederum unmöglich, die Tiere so zu versorgen, dass sie wieder eine natürliche Scheu vor Menschen entwicklen und ihr Futter selbst finden können - Wiederauswilderung „no possible“. Verrückte Welt😅

Ich mag in dieser Welt besonders das nahe Zusammenwirken hier mit den Tieren und Einheimischen, aber auch die herausfordernde Arbeit mit den Monkeys. Denn diese bewegen sich in Senda Verde zum großenTeil frei über das Gelände, während die versorgende Menschenwelt hinter Gittern stationiert ist. Das Futterverteilen zu all den anderen Tieren, die außerhalb von „Menschenwelt“ untergebracht sind, wurde so zum ständigen Spießrutenlauf, um das Essen erfolgreich und unversehrt zu unseren hungrigen ( nicht den Affen🤪 ) Anvertrauten zu schaffen.




.....und den schwül-heißen Dschungel des Ibare und Marmore Rivers. Wir sind 3 Tage mit dem Boot unterwegs, tauchen ein in dieses strotzend-wuchernde Grün, lassen uns den Fahrtwind um die Nase wehen und beobachten Wasservögel, Capivaras ( die größten Ratten der Welt ) Affen und Flußdelphine. Die Nächte sind hier die eigentliche Chellenge. In einer provisorischen Holzhütte unter einem Moskitonetz bei drückender Hitze und Millionen von Moskitos außen herum, machen wir um 19:30 alles Licht aus, da es wie ein Leuchtturmfeuer in die Nacht strahlt und Batallione von Mücken zum Sturmangriff auf unser Mückennetzrefugio nötigt. Und dann versuchen zu schlafen🤪. Die zweite Nacht verbringe ich in der Hängematte unter unsrem Reisemoskitonetz auf dem Boot. Besser! - auch wenn ich morgens nach heftigem Regen über Nacht mal eben 200 m abtreibe🤣



Inzwischen haben wir eines unserer Taschenmesser ( das leichteste und  eleganteste😢 ) eingebüßt ( liegt im Flughafen Trinidad bei der Security🤣 😂), haben mal wieder eine Flug verpasst ( diesmal ist das Flugzeug einfach umgekehrt und hat uns in Trinidad wieder rausgeschmissen 😜 ), eine Glasflasche ist in meinem Rucksack kaputt gegangen und heute hat der Wind mein gut kostspieliges Bluetooth-Headset-Case bei meiner Yogasession vom Dach geweht ( Rückkehr zu mir höchst ungewiss😅 )




Was wäre das Leben ohne dieses Auf und Ab, Lieben und Verzweifeln, Gewinnen und Verlieren, Hingeben und am liebsten Davonlaufen. 


Langsam beginne ich es zu schätzen und zu begrüßen, dass es nicht immer einfach ist und dass nach Sonnenschein auch mal wieder ( ziemlich zuverlässig und auch schmerzhaft) Regen kommt. Gerade diese bunte, tiefreichende und berührende Mischung ist es, welche mich hier mehr und mehr wirklich lebendig fühlen lässt😍.



letzte Woche in Peru - haben die Anfängersurfstrände in Lima getestet .....
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.....und für gut befunden😆
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Isla de Sol im Tititaca See - motorisiert "with just"😉 Esel
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Sehr kalt aber wunderschön 😍
Sehr kalt aber wunderschön 😍
El Alto und im Hintergrund La Paz - ranzoomen, wenn es geht😉
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Am Anfang der Death Road auf kalten 4500 m😎
Am Anfang der Death Road auf kalten 4500 m😎
....abwärts in saftig grüne Täler.....
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....und Ankunft mit ordentlich Rückenschmerzen vom Buckelpisteruntersaußen😅
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Ankunft in Senda Verde
Ankunft in Senda Verde
Tapier Tapi beim Futtern - immer wenn er dir den Hintern zu dreht - Alarmstufe rot - kam einen noch aus drei Metern Entfernung anpinkeln😅
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Nicht die beste Entscheidung 😂 - aber haben schneller Reißverschlüsse aufgezogen und Nüsse mit Steinen geknackt, als ich bis drei zählen kann😁
Nicht die beste Entscheidung 😂 - aber haben schneller Reißverschlüsse aufgezogen und Nüsse mit Steinen geknackt, als ich bis drei zählen kann😁
Verspielte Katzen - Ozelot voll auf Neugierde gepoolt
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...wie andere auch - Squirrel Monkey hat sich in Menschenwelt geschlichen und sichtet Komposst😂
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Migel - unser Guide und Lehrer für die Spezials - Turtels, Rehe, Tapi, Capivara, Gürteltier und.....
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....Kinkajus,  der süßeste und einzige nachtaktiven Spezial - spezialisiert mit langer Zunge auf die Nachtblüher  ( Nektarschlürfer🤗) und Obst
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Amazonas Becken von oben - noch hab ich nicht gecheckt, dass wir gerade umdrehen wegen einem gebrochenem Fenster😅
Amazonas Becken von oben - noch hab ich nicht gecheckt, dass wir gerade umdrehen wegen einem gebrochenem Fenster😅
....und von unten, Pedro repariert gerade den Motor wegen holzigen Motorschaden😓
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Must be - Pyrania von der Angelschnur, knabbern auch gern mal an einem, wenn man Baden geht,  entsprechend kurz fällt die einzige Erfrischungsmöglichkeit aus😅
Must be - Pyrania von der Angelschnur, knabbern auch gern mal an einem, wenn man Baden geht, entsprechend kurz fällt die einzige Erfrischungsmöglichkeit aus😅
Familie Capivaras in Freiheit😄 - die größten Ratten der Welt
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Dieses unendliche, strotzende und feuchte Grün würde ich am liebsten mit nach Hause nehmen💚
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ohne Worte😊
ohne Worte😊
Am liebsten auch ohne Worte😅 - 68 Millionen Jahre alte Dinosaurierspuren in Sucre - ein kleines Wunder von 12000 Dino - Footsteps im Parque Cretacico
Am liebsten auch ohne Worte😅 - 68 Millionen Jahre alte Dinosaurierspuren in Sucre - ein kleines Wunder von 12000 Dino - Footsteps im Parque Cretacico